Michael Blank01. November 2003 Neues Konzept der Nachwuchsarbeit

Weinprobe mit der Oberstufe

Die Vorstellung, eine Weinprobe für einen Haufen durstiger Oberstufenschüler zu veranstalten, sorgte anfangs für große Verwunderung und Skepsis bei der Schulleitung und sorgt immer noch für vielsagendes Schmunzeln bei einigen Ehemaligen und Abiturienten. Nachdem wir jedoch eine ursprüngliche Idee von Michael Veeser aufgegriffen haben und die erste Weinprobe des Freundes- und Förderkreises an der Internatsschule im April diesen Jahres durchgeführt haben, können wir eine rein positive Bilanz ziehen, und zwar auf drei Ebenen.

Erstens war die Veranstaltung als Werbeveranstaltung für den Freundes- und Förderkreis und unsere Ehemaligenarbeit bei den Oberstufenschülern geplant. Zwar werden wir Ehemaligen nun von den Schülern eher mit gemütlichem Feiern anstatt mit ernsteren Themen wie Berufsberatung assoziiert, doch haben wir zumindest das Ziel einer bessern Bekanntheit der Ehemaligen erreicht.

Zweitens hatte die Weinprobe natürlich auch einen ernsthaften Hintergrund, nämlich den Schülern Weinkultur näher zu bringen und ihnen zu helfen, selbst einen Geschmack für Wein zu entwickeln. Uns selbst ist es schon passiert, dass uns von zukünftigen Arbeitgebern beim Abendessen die Weinkarte in die Hand gedrückt wurde. Um bei solchen Gelegenheiten nicht ganz unbeholfen auszusehen sollte man unserer Meinung nach zumindest ein Grundwissen haben, damit man bei seiner Wahl nicht komplett daneben liegt. Ob wir bzw. unser Referent Rainer Jordan aus Iznang das vermitteln konnten, müssen die Teilnehmer selbst beantworten. Den vielen Nachfragen und der angeregten Diskussion nach zu urteilen bestand zumindest das Interesse, mehr über den Rebsaft zu lernen.

Drittens hatten wir wie bei jedem Einsatz des Vereinsvorstands auch hier die Absicht, neue Mitglieder unter den Schülern und baldigen Abiturienten zu werben. Dieses Unternehmen gelang ebenfalls und viele Teilnehmer, die zum Beginn der Veranstaltung noch eher skeptisch waren, unterschrieben zum Ende hin zahlreich unsere Beitrittskarten ? ob dazu der Vortrag oder doch der Wein selbst beigetragen hat bleibt ungeklärt.

Eine Fortführung dieser Veranstaltungsreihe ist vorgesehen und wir würden uns freuen, wenn zukünftig auch einige Ehemalige daran teilnehmen können, um den Schülern noch mehr über den Freundes- und Förderkreis zu vermitteln und einen Dialog zwischen Ehemaligen und Schülern herzustellen..

Michael Blank